Sommerzeit ist Reisezeit – und viele Hundehalter möchten ihren Vierbeiner nicht zurücklassen. Mit der richtigen Vorbereitung wird aus der Fahrt in den Urlaub keine Zitterpartie, sondern eine entspannte Reise. Wir zeigen, was vor der Abfahrt, unterwegs und am Urlaubsort wirklich zählt.
Vor der Reise: Gesundheitscheck und Unterkunft
- Tierarztbesuch einige Wochen vor Abreise: Impfungen auffrischen und die Reisefähigkeit bescheinigen lassen
- EU-Heimtierausweis für Reisen innerhalb der EU – unbedingt einpacken
- Unterkunft frühzeitig buchen: Viele Vermieter erlauben Hunde nur auf Anfrage, manche nur mit Aufpreis oder außerhalb der Hauptsaison
- Gewohntes Futter und die gewohnten Näpfe mitnehmen – eine Futterumstellung im Urlaub belastet den Magen unnötig. Marken wie Happy Dog oder Animonda gibt es zwar auch unterwegs, die vertraute Sorte ist aber immer die sicherere Wahl
Sicher im Auto: Transportbox oder Sicherheitsgeschirr
Ein freilaufender Hund ist im Auto ein Sicherheitsrisiko – für ihn und für alle Insassen. Sicherheitsverbände und der ADAC empfehlen daher eine sichere Sicherung:
- Transportbox: Stabil, groß genug zum Stehen und Umdrehen, gut belüftet. Sie schützt bei einem Aufprall am besten. Trixie bietet eine große Auswahl an Boxen für jede Fahrzeuggröße
- Sicherheitsgeschirr mit Gurtbefestigung: Die Alternative für Hunde, die in der Box unruhig werden. PetSafe ist mit seinen Happy-Ride-Geschirren hier eine bekannte Adresse
Wichtig: Kein Geschirr, das nur am Halsband befestigt wird – und niemals den Hund bei geöffnetem Fenster frei im Kofferraum mitfahren lassen.
Unterwegs: Pausen, Wasser und die Hitze im Blick
- Alle zwei Stunden Pause: kurze Gassi-Runde, Wasser anbieten, Beine vertreten
- Nie im heißen Auto lassen – auch nicht „nur kurz". Schon bei Außentemperaturen um 25 Grad wird es im Auto schnell lebensgefährlich heiß
- In Bus und Bahn: Hunde reisen in der Regel mit einem eigenen Ticket mit, je nach Anbieter gelten Maulkorb- oder Box-Pflicht – vorher informieren
Am Urlaubsort: Eingewöhnung und Sicherheit
- Eine neue Umgebung bedeutet Stress: Den Hund erst an der Leine die Gegend erkunden lassen und ihm einen ruhigen Rückzugsort einrichten
- In unbekannter Umgebung steigt das Weglauf-Risiko. Ein GPS-Tracker am Halsband hilft, das Tier schnell wiederzufinden, wenn es doch einmal entwischen sollte – Tractive ist hier der bekannteste Anbieter
- Wer den Hund mal allein in der Unterkunft lässt: Eine Haustierkamera, zum Beispiel von Eufy, zeigt auf dem Handy, ob alles in Ordnung ist
Die richtige Ausrüstung im Überblick
- Transportbox oder Sicherheitsgeschirr
- Faltbare Reise-Näpfe und Trinkflasche mit Trinkaufsatz
- Gewohntes Futter, Decke und Lieblingsspielzeug
- Erste-Hilfe-Set sowie Heimtierausweis und Impfpass
- GPS-Tracker für unbekannte Umgebungen
Unsere Empfehlung
- Kurzstrecken: Ein Sicherheitsgeschirr reicht völlig. Langstrecken: Eine stabile Transportbox ist die sicherste Lösung
- GPS-Tracker lohnen sich vor allem an belebten Urlaubsorten oder in großen Waldgebieten
- Ehrlicher Rat: Bei sehr heißen Zielen, langen Anfahrten oder einem gestressten Hund ist eine gute Pension oder ein Tiersitter manchmal die bessere Wahl – der Hund soll den Urlaub schließlich auch genießen
FAQ
Darf mein Hund in der Bahn mitreisen?
Ja, in der Regel mit einem eigenen Ticket. Je nach Verkehrsverbund gelten Maulkorb- oder Box-Pflicht – am besten vorab auf der Website des Anbieters prüfen.
Wie gewöhne ich meinen Hund an die Transportbox?
Am besten schon Wochen vorher zuhause: Box offen hinstellen, mit Leckerlis und Decke positiv belegen und kurze Probefahrten machen. So wird die Box zum vertrauten Rückzugsort statt zum Stressort.
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