Pflege ist bei Hund und Katze mehr als Kosmetik: Regelmäßiges Bürsten, Krallenschneiden und Kontrollieren der Ohren beugt Krankheiten vor, erspart Tierarztbesuche und stärkt die Bindung zum Tier. Gerade im Sommer mit Fellwechsel und vielen Spaziergängen lohnt sich eine feste Routine. Wir zeigen, was wirklich wichtig ist und welches Zubehör sich lohnt.
Fellpflege: Bürsten mit System
Das Fell ist der größte Körperteil des Tieres – und der sichtbarste Indikator für Gesundheit.
- Kurzhaar-Hunde: Gummihandschuh oder weiche Bürste, ein- bis zweimal pro Woche.
- Langhaar-Hunde und Unterwolle: Unterwollbürste oder Striegel, im Fellwechsel täglich. Verfilzungen entstehen schnell und sind für das Tier schmerzhaft.
- Katzen: Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare und beugt Haarballen vor – bei Langhaarkatzen gehört es zur Pflicht.
- Entwirrer und Pflegehandschuhe: für empfindliche Stellen und als sanfter Einstieg.
Marken wie FURminator sind für ihre Unterwollbürsten bekannt, Trixie und AniOne bieten solide Einsteiger-Sets zu fairen Preisen.
Krallen schneiden ohne Stress
Zu lange Krallen knicken um, wachsen ein und schmerzen beim Laufen. Der einfache Test: Steht das Tier auf hartem Boden, sollten die Krallen den Boden nicht berühren.
So klappt es:
- Anfassen in Ruhe üben und mit Leckerli belohnen
- Nur die Spitze kürzen – im Inneren verläuft das Blutgefäß, das man nicht verletzen darf
- Bei dunklen Krallen in kleinen Schritten arbeiten
- Katzen: Pfote sanft festhalten, im Zweifel lieber den Profi fragen
Ein guter Krallenschneider mit scharfer Klinge schneidet sauber und splitterfrei.
Trixie Krallenschneider ansehenOhren und Zähne: Die oft vergessenen Stellen
Ohren: Einmal pro Woche kurz sichten – innen rosa und sauber ist gut, rötlich, schmutzig oder riechend ist ein Fall für den Tierarzt. Reinigen darf man nur den sichtbaren Bereich, am besten mit speziellen Pflegetüchern. Auf keinen Fall Wattestäbchen tief ins Ohr einführen.
Zähne: Zahnstein und Zahnfleischentzündungen sind bei Hunden und Katzen weit verbreitet. Regelmäßiges Zähneputzen mit Tier-Zahnpasta ist das Beste, Kauartikel und spezielle Snacks sind eine Ergänzung – kein Ersatz. Anhaltender Mundgeruch ist ein Warnsignal.
Das richtige Pflege-Zubehör
Ein gutes Basis-Set für beide Tierarten:
- Unterwollbürste oder Striegel plus Entwirrkamm
- Gummihandschuh für die sanfte Massage
- Krallenschneider oder -feile
- Pflegeshampoo mit neutralem pH-Wert (nur bei Bedarf, nicht wöchentlich)
- Ohrenpflegetücher und Tier-Zahnbürste
Bekannte und bewährte Marken sind Trixie, FURminator, Kong (etwa der beliebte ZoomGroom-Pflegehandschuh) und AniOne. Ein Pflegeset für den Einstieg spart Geld, weil man nicht jedes Teil einzeln kaufen muss.
Trixie Pflege-Sets entdeckenWann der Profi ran muss
Eigene Pflege hat Grenzen – und das ist okay:
- Hundefriseur: bei starken Verfilzungen, extremem Fellwechsel oder wenn das Fell stark verschmutzt ist
- Tierarzt: bei Ohrenentzündung, Zahnstein, Hautveränderungen oder eingewachsenen Krallen
- Katze: bei verfilztem Bauchfell oder starker Unruhe beim Pflegen – Profi, nicht erzwingen
Unsere Empfehlung
- Eine feste Routine etablieren, zum Beispiel sonntags: Bürsten, Ohrencheck, Krallen sichten.
- In ein gutes Basis-Set investieren – Marken-Zubehör hält Jahre und arbeitet besser als Billigware.
- Bei jeder Auffälligkeit früh zum Profi: Pflege ist Vorsorge, und Vorsorge ist günstiger als Behandlung.
Dein Tier wird die gemeinsame Pflegezeit übrigens schnell lieben – die meisten Hunde genießen das Bürsten sichtlich, und Katzen nutzen die Gelegenheit für ausgiebiges Schmusen.
Stand August 2026, ohne Gewähr – dieser Artikel ersetzt keinen tierärztlichen Rat. Er enthält Affiliate-Links: Wenn du über einen Link einkaufst, erhalten wir eine Provision, für dich bleibt der Preis gleich.
